Wie wird eigentlich Seife hergestellt ?


Für viele ist die Seifensiederei etwas Neues und oft werde ich gefragt, wie aus Olivenöl Seife wird.

Nicht nur Olivenöl, fast alle Pflanzenöle

wie zum Beispiel Rapsöl, Kokosöl, Avocadoöl, Rizinusöl, Sheabutter, Kakaobutter, aber auch tierische Fette lassen sich mit einer Lauge  Natriumhydroxid (NaOH) verseifen. Dabei wird streng nach Rezept und Einhaltung der Sicherheitsvorschriften gearbeitet.

 

Sicherheitsbrille und Schutzhandschuhe sind Pflicht und immer werden die Natriumhydroxidblättchen in der Flüssigkeit aufgelöst. Anstatt Wasser kann Milch, Saft, Kräutertee, Kaffee, Bier, Gemüse, Obst oder sonstiges verseift werden.

 

Mit einer exakten Waage werden die Zutaten abgewogen, auf die gleiche Temperatur gebracht und mit einem Pürierstab verrührt. Die Konsistenz ist mit Vanillepudding vergleichbar. In diesem Stadium gibt man reine ätherische Öle als Duft und  Kosmetikpigment für die Farbe dazu. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt, ob marmorieren, swirlen, schichten, zeichnen, erlaubt ist was gefällt und hautverträglich ist.

 

Jetzt kann der Seifenleim eingeformt werden. Plastikbehälter oder Silikonformen eignen sich am besten dazu. Holzformen sollten mit Backpapier gut ausgekleidet werden.

Nun bleibt der Leim 24 Stunden in der Form. Dann ist die Seife fest und kann ausgeformt und geschnitten werden. Ab mit ihr ins Lagerregal, 4 bis 6 Wochen Reifezeit, damit die Seife mild und hautverträglich wird.

 

Die Reifezeit kann durch eine gezielt geförderte Gelphase verkürzt werden. Die Gelphase wird durch Isolieren mit Tüchern während der ersten 24 Stunden erreicht.   

Viele gute Bücher helfen Einsteigern bei der ersten Seifenherstellung. Gerne kann ein Basiskurs bei mir gebucht werden, dabei zeige ich, wie die Flüssigkeits- und Laugenmenge bei einem eigenen Rezept berechnet wird.

 

 

 

 

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