Warum Kühe keine Klimakiller sind

Am Aschermittwoch waren wir bei der Buchautorin Anita Idel im Vortrag "Warum Kühe keine Klimakiller" sind. Bewusst war uns dieses Thema ja schon lange, aber nun haben wir auch Argumente. Und weil uns dieses Thema so wichtig ist, kommt hier die Erklärung der Expertin mit dem Buchtipp dazu. Viel Spaß beim Lesen.

Rinder werden seit Jahrzehnten als „schlechte Futterverwerter“ diskriminiert und stehen inzwischen als „Klima-Killer“ am Pranger. Nicht weniger verkannt wird das Grasland: Sein häufigstes Synonym lautet „nicht-ackerfähiges-Land“.

Obwohl Grasland weltweit 70 Prozent und Dauergrünland in Österreich 47 Prozent der landwirtschaftlichen

Nutzfläche ausmacht, wird es somit nicht mit seinen Potenzialen charakterisiert, sondern mit etwas, das es nicht kann.


Im Gegenteil: Grasland und Rinder haben ein großes Potenzial für Bodenfruchtbarkeit, biologische Vielfalt und Klimaschutz.
Warum werden die Potenziale nachhaltiger Beweidung nicht erkannt – und in der Folge kaum genutzt?

Welchen Unterschied macht die Form der Tierhaltung für unser Klima?

Was haben die Kuh und ihre Weide mit Bodenfruchtbarkeit zu tun und warum ist das auch heute so wichtig?


Grasland ist in Jahrtausende langer Ko-Evolution mit Weidetieren entstanden. Bis heute ist es das größte Ökosystem weltweit und seine Böden speichern um 50% mehr Kohlenstoff als Waldböden. Dr. Anita Idel meint dazu auch: „Gerade im Berggebiet und im Alpenvorland Österreichs kommt dem Grünland und seinen Gräsern eine besondere Rolle im Klimaschutz zu – vorausgesetzt wir wissen, worauf wir in der Bewirtschaftung achten müssen.“

 


Dr. med. vet. Anita Idel ist Tierärztin und Mediatorin, forscht seit vielen Jahren für eine artgerechte und ökologisch angepasste Tierhaltung, ist Leadautorin im UN-Weltagrarbericht (IAASTD) und Haupt-preisträgerin des Salus-Medienpreis 2013 für „Die Kuh ist kein Klima-Killer! Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können“.

 

 

 

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